Hessische Langstreckler glänzen in Berlin mit Top-Zeiten. Katharina Steinruck und Aaron Bienenfeld steigern ihre Bestmarken über 10 Kilometer deutlich
  28.09.2020 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Ziemlich flott zur Sache ging es beim Berlin „10K Invitational“, bei dem in der Spitze die Laufasse aus Ostafrika den Ton angaben. Hinter den absolut hochklassigen Siegeszeiten von Daniel Simiu Ebenyo (KEN/27:18 min.) und Helen Bekele Tola (ETH/30:59 min.) glänzten aber auch eine Reihe von deutschen Langstrecklern mit Top-Zeiten.

Für Katharina Steinruck (LG Eintracht Frankfurt) war Berlin einmal mehr ein gutes Pflaster. Im letzten Jahr stellte sie hier mit 32:39 Minuten ihre bisherige Bestzeit über 10 Kilometer auf. Diese Marke war nach dem Rennen im südberliner Stadtteil Rauchfangswerder nur noch Schall und Rauch. Als Gesamtzweite steigerte sich Steinruck auf hervorragende 32:16 Minuten und hängte im Spurt Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg) ab, die vier Sekunden länger unterwegs war. Für die Eintrachtlerin war es das letzte Rennen des Jahres. Jetzt warten zwei Wochen Urlaub auf die Hessin, ehe es dann Mitte des nächsten Monats wieder mit der Vorbereitung auf die kommende Saison los geht. Wenn coronabedingt möglich, soll für die Bundeskaderathletin dann Anfang 2021 auch ein Marathon auf dem Programm stehen. Im A-Lauf von Berlin war auch noch Tania Moser mit von der Partie. Die Läuferin im Trikot von Spiridon Frankfurt beendete den „Zehner“ nach 34:24 Minuten auf Position 17. Im B-Lauf konnte sich eine Hessin in die Siegerinnen-Liste eintragen. Franziska Althaus (TV Waldstraße Wiesbaden) setzte sich mit 35:20 Minuten knapp gegen Stephanie Strate (SV Brackwede) durch, für die 35:24 Minuten gestoppt wurden.

Bei den Männern folgte hinter dem weit enteiltem und ohne Tempomacher laufenden Kenianer Ebenyo, er hatte am Ende satte 1:19 Minuten Vorsprung, Simon Boch. Der Mann von der LG Telis Finanz Regensburg verfehlte mit 28:37 Minuten seinen „Hausrekord“ nur knapp. Das Podium der Top-Drei komplettierte ein Hesse. Aaron Bienenfeld (SSC Hanau Rodenbach) war auf der ebenen Pendelstrecke tolle 28:46 Minuten unterwegs. Damit drückte er seine PB um 49 Sekunden und wird in der ewigen hessischen Bestenliste nun auf der zweiten Position geführt. Lediglich Homiyu Tesfaye (LG Eintracht Frankfurt) war im Jahr 2015 beim Paderborner Osterlauf mit 27:51 Minuten schneller unterwegs. Auf dem sechsten Platz folgte ein Hesse in den Farben der Läuferhochburg LG Telis Finanz Regensburg. Florian Orth, der in Treysa lebt und dort als Zahnarzt arbeitet, markierte 28:53 Minuten. Zusammen mit seinen Team-Kollegen stellte Orth mit 1:27:14 Stunden eine neue deutsche Bestzeit für Mannschaften auf, die bisher vom TV Wattenscheid (1:27:21 std.) gehalten wurde. Alexander Hirschhäuser (ASC Breidenbach) beendete den A-Lauf nach 30:34 Minuten (19.).

Im B-Rennen gab es beim Kampf um den Sieg eine ganz knappe Entscheidung. Am Ende setzte sich Robert Baumann (LAV Stadtwerke Tübingen) in 30:16 Minuten mit einer winzigen Sekunde Vorsprung gegen Marius Abele (SSC Hanau-Rodenbach) durch. Einen tollen Auftritt in der Bundeshauptstadt hatte als Siebter Max Grabosch, der noch der Jugendklasse U20 angehört. Der Youngster vom Königsteiner LV lief hervorragende 30:31 Minuten und verfehlte damit den bereits neunzehn Jahre alten Hessenrekord von Terefe Desaleng (LG Eintracht Frankfurt/29:00 min.) recht knapp